Weihnachten – Gedichte und Wünsche

Zur ruhsamen Weihnachtszeit gilt es die Familie und Freunde auf eine erholsame und besinnliche Weihnacht einzustellen. Für dieses Vorhaben finden Sie hier herzliche Gedichte zu Weihnachten, um Sie als Weihnachtsgrußkarte an alle lieben Menschen zu verschicken. Wünschen Sie mit diesen schönen Weihnachtsgedichten eine erholsame Zeit und eine friedliche Weihnachtszeit.

Weihnachtsgedichte und Weihnachtsverse für die Familie und Freunde zur Weihnachtszeit

Was Weihnachten ist, haben wir fast vergessen
Weihnachten ist mehr als ein festliches Essen.
Weihnachten ist mehr als Lärmen und Kaufen,
durch neonbeleuchtete Straßen laufen.
Weihnachten ist: Zeit für die Kinder haben,
und auch für Fremde mal kleine Gaben.
Weihnachten ist mehr als Geschenke schenken.
Weihnachten ist: Mit dem Herzen denken.
Und alte Lieder beim Kerzenschein –
so soll Weihnachten sein!
Verfasser: Unbekannt
Zimtduft in der Luft und Kerzenschein,
wir wollen alle friedlich sein,
zu seinem Wiegenfeste,
zeigen wir von uns das Beste.
Denn heute ward geboren Gottes Sohn,
in einer Krippe, ganz arm und ohne Thron.
Doch war er und ist noch heute,
einer der wichtigsten Leute.
Drum neigen wir an Heiligabend
das Haupt und sagen Amen.
Verfasser: Unbekannt
Herzerwärmt möget ihr zusammenfinden,
und alle erdenklichen Lieben einbinden,
wenn der Glockenschlag das Fest einläutet,
es Besinnlichkeit in der Gemeinschaft bedeutet.

Kerzenschein und Bedacht an Gabentagen,
mögen Wärme und Geborgenheit in die Herzen tragen,
die sich finden, um Zusammen zu sein,
denn keiner ist gern in diesen Tagen allein.

Das Glücklichsein als höchstes Gut
wünscht sich nicht nur der Weihnachtsmann mit der Rut,
sondern auch das kleinste Kind,
welches ein Geschenk unterm Baume find.

Das Auge möge nicht nur Erlesenes erblicken,
sondern leuchten beim Zusammenrücken,
wenn ein kleines Gebet dafür gesprochen wird,
und jeder dankt dem guten Hirt.
Verfasser: www.utes-gedichte-welt.de/weihnachtsgedichte/

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?
Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.
Verfasser: Gustav Falke
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.
Verfasser: Rainer Maria Rilke
Er, der Herr der Herrlichkeit,
kleidet sich in Niedrigkeit,
unser Heiland will er sein,
und von Sünde uns befrei’n.
Verfasser: Matthias Claudius
O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Verfasser: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Strahlend wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf den zarten Kugeln bricht.
“Frohe Weihnacht”, klingt es leise
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt
hinunter auf die ganze Welt.
Verfasser: Unbekannt
Ach, zwei Wünsche wünscht’ ich immer
Leider immer noch vergebens.
Und doch sind’s die innig-frommsten,
Schönsten meines ganzen Lebens!
Dass ich alle, alle Menschen
Könnt’ mit gleicher Lieb’ umfassen,
Und dass Ein’ge ich von ihnen
Morgen dürfte hängen lassen.
Verfasser: Adolf Glaßbrenner
Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland,
Sie frugen in jedem Städtchen:
“Wo geht der Weg nach Bethlehem,
Ihr lieben Buben und Mädchen?”
Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
Die Könige zogen weiter;
Sie folgten einem goldenen Stern,
Der leuchtete lieblich und heiter.
Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
Da sind sie hineingegangen;
Das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
Die Heil’gen Drei Könige sangen.
Verfasser: Heinrich Heine
Kümmt vom Weinen, kümmt vom Weihen, kümmt vom Wein Weinachten her?
So wie jeder ihm sie brauchte, kamen sie ihm ohn Gefehr.
Weil der Welt-Erlöser drinnen in die Welt ist kummen ein,
Sollten sie Frei-nachten heißen, sollten sie Freu-nachten sein.
Verfasser: Friedrich von Logau
Happy Christmas, dear old Un!
Will Dir wer was Böses tun,
Drücke kalten Blutes
Beide Augen zu.
Tu dann dafür doppelt Gutes
Deinem Kuttel Daddeldu.
Verfasser: Joachim Ringelnatz
Große Probleme umhüllten mich ganz,
fast alle ignorierten dies, nur einer fand’s.
Dieser warst Du, dafür bedanke ich mich,
dies ist mein Herz, das zu Dir spricht.
Drum nimm dieses Geschenk zu Weihnachten nun,
und öffne es geschwind, da hast Du lange zu tun.
Denn es bleibt nicht bei einem, schau mal nach links,
Ruhe und Besinnlichkeit, Dir der Weihnachtsmann bringt.
Verfasser: Unbekannt
Viele Fehler beging ich dieses Jahr,
Deine Zuneigung jetzt ist deshalb wunderbar.
Ich muss Dir danken für viele zweite Chancen,
einer Trennung von Dir entgangen bin ich nur um Nuancen.
So habe ich Glück dies Weihnachten mit Dir zu feiern,
ich habe viel Glück, da will ich nichts verschleiern.
Verfasser: Unbekannt
Der Weihnachtsmann ist auf der Fahrt,
Zu besuchen die Schuljugend zart,
Zu seh’n, was die kleinen Mädchen und Knaben
In diesem Jahre gelernet haben:
Im Beten, Schreiben, Singen und Lesen,
Auch ob sie hübsch fromm sind gewesen.
Er hat auch in seinem Sack verschlossen
Schöne Puppen, aus Zucker gegossen;
Den Kindern, welche hübsch fromm wären,
Will er solche Sachen bescherren.
Verfasser: Unbekannt
Auch wenn es jedes Jahr dasselbe
freut man auf Weihnachten sich sehr
sei es am Rhein oder der Elbe
im flachen Land oder am Meer.

Denkt an die Kindheit gern zurück
man glaubte an den Weihnachtsmann
der Tannenbaum Paradestück
vor Spannung hielt die Luft man an.

So kommt auch dieses Jahr das Fest
lässt Kinderaugen leuchten
sind ein paar Tage nicht gestresst
ob wir es öfter bräuchten ?
Verfasser: Unbekannt

Beobachtet man die karge Natur,
fällt Blatt um Blatt auf die ruhende Flur.
Die Hände frösteln und auch die Füß’
erfroren ist die blühende Wies.

Frisch geschlagenes Holz zieht ein,
zum Knistern in das Stübelein.
So erhellt uns die einfachere Jahreszeit,
nicht nur mit den Kristallen im Flockenkleid.

Lauschig verströmt es die warme Luft
als hölzernes Flammenmeer mit Tannenduft.
In Angesicht dessen streift uns wohliges Behagen
an den kalten Wintertagen.

So trübt die Kurzweil der Sonnenstunden nicht
verströmt Geborgenheit und auch Licht,
lädt zum gemütlichen Beisammensein ein,
zur Freude darüber für groß und klein.
Verfasser: Ute Nathow

Weihnachten das Fest der Liebe
dass es doch immer so bliebe.
Mit Schnee bedeckt die Welt
zum Glücklichsein kein Geld.
Nur Freude möchte ich Dir schenken
werde stets an Dich denken.
Bringe Dir Glück und Segen
auf all Deinen Wegen.
Verfasser: Unbekannt
Um die Weihnachtszeit – es scheint verrückt –
ist schlagartig kein Mensch mehr bedrückt.
Jeder freut sich, lacht, macht Laune,
wie ich da doch jedes Jahr staune.
Wo ist dieser Frohsinn im restlichen Jahr?
Da kommt’s mir: ´s liegt am Glühwein – ist wohl klar!
Verfasser: Unbekannt
Wenn unzählige Autos gegeneinander prallen
weil Unmengen an Flocken auf die Straßen fallen
und sie einen überall und allerorts penetrant beschallen
mit furchtbaren Weihnachtsliedern, die keinem gefallen,
wenn große Menschenmassen sich zusammenballen
um im Kaufrausch alle Läden zu überfallen,
dann scheint es nicht mehr lange hin zu sein –
die unvergleichliche Weihnachtszeit bricht wieder herein.
Verfasser: Unbekannt
Der Frühling hat sich längst verkrümelt,
der Sommer ist hitzig abgerauscht.
Sobald auch der Herbst sich hat beleidigt verzogen,
werden müde Gesichter durch freudige Mienen ausgetauscht.
Dann naht der Winter mit all seiner Pracht
und bringt uns die strahlende Weihnachtsnacht.
Verfasser: Unbekannt
Jedes Jahr auf’s Neue wundere ich mich:
Mein Weihnachtsstrumpf bleibt stetig leer.
Es geht mir völlig gegen den Strich –
bin ich doch immer lieb und brav – wie unfair!
Ich überlege hin und überlege her
und wundere mich gar sehr.
Dann irgendwann kommt es mir doch:
In der Socke ist ein Loch!
Verfasser: Unbekannt
Der Osterhas’ hat sich verkrümelt,
erholt sich, macht frei, relaxt und lümmelt.
Jetzt beginnt das Christkind seine Schicht –
es ackert und ackert und beschwert sich dabei nicht.
Schließlich soll es die Menschen bescheren,
damit diese sich nicht über es beschweren.
Sein Chef hat schließlich alle Macht der Welt,
und sorgt sonst dafür, dass der Weihnachtsmann seinen Job erhält.
Verfasser: Unbekannt
Von drauß vom Walde komm’ ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!”
Ich sprach: “O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.” –
“Hast denn das Säcklein auch bei dir?”
Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern.” –
“Hast denn die Rute auch bei dir?”
Ich sprach: “Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten.”
Christkindlein sprach: “So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!”
Von drauss vom Walde komm’ ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find’!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?
Verfasser: Theodor Storm

Weihnachtsglocken

Weihnachtsglocken, wieder, wieder
sänftigt und bestürmt ihr mich.
Kommt, o kommt, ihr hohen Lieder,
nehmt mich, überwältigt mich!

Dass ich in die Knie fallen,
dass ich wieder Kind sein kann,
wie als Kind Herr-Jesus lallen
und die Hände fallen kann.

Denn ich fühl’s, die Liebe lebt, lebt,
die mit ihm geboren wurde,
ob sie gleich von Tod zu Tod schwebt,
obgleich er gekreuzigt wurde.

Fühl’s, wie alle Brüder werden,
wenn wir hilflos, Mensch zu Menschen,
stammeln: “Friede sei auf Erden
und ein Wohlgefall’n am Menschen!”
Verfasser: Richard Dehmel

Weihnachtsbäume

Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie Ihre Waldesträume
wieder beim Laternenschein?

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns erst alles erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Da steh’n sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht trauen,
es muss doch was im Werke sein!

Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn.

Dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

Als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.
Verfasser: Gustav Falke

Weihnachten

Die eisige Straße mit Schienengeleisen,
Die Häusermaße in steinernen Reih’n,
Der Schnee in Haufen, geisterweißen,
Und der Tag, der blasse, mit kurzem Schein.

Der Kirchtüre Flügel sich stumm bewegen,
Die Menschen wie Schatten zur Türspalte gehn;
Bekreuzen die Brust, kaum dass sie sich regen,
Als grüßen sie jemand, den sie nur sehn.

Ein Kindlein aus Wachs, auf Moos und Watten,
Umgeben von Mutter und Hirten und Stall,
Umgeben vom Kommen und Gehen der Schatten,
Liegt da wie im Mittelpunkte des All.

Und Puppen als Könige, aus goldnen Papieren,
Und Mohren bei Palmen, aus Federn gedreht,
Sie kamen auf kleinen und hölzernen Tieren,
Knien tausend und tausend Jahr im Gebet.

Sie neigen sich vor den brennenden Kerzen;
Als ob im Arm jedem ein Kindlein schlief,
Siehst du sie atmen mit behutsamen Herzen
Und lauschen, ob das Kind sie beim Namen rief.
Verfasser: Max Dauthendey

Weihnachtsbäumlein

Das Weihnachtsbäumlein
Es war einmal ein Tännelein
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsfest so grün
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stands im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.
die grünen Nadeln warn’n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm –
Hei! Tats da sprühn und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.
Verfasser: Christian Morgenstern

Weihnacht

Die Welt wird kalt, die Welt wird stumm,
der Winter-Tod zieht schweigend um;
er zieht das Leilach weiß und dicht
der Erde übers Angesicht –
Schlafe – schlafe

Du breitgewölbte Erdenbrust,
du Stätte aller Lebenslust,
hast Duft genug im Lenz gesprüht,
im Sommer heiß genug geglüht,
nun komme ich, nun bist du mein,
gefesselt nun im engen Schrein –
Schlafe – schlafe

Die Winternacht hängt schwarz und schwer,
ihr Mantel fegt die Erde leer,
die Erde wird ein schweigend Grab,
ein Ton geht zitternd auf und ab:
Sterben – sterben.

Da horch – im totenstillen Wald
was für ein süßer Ton erschallt?
Da sieh – in tiefer dunkler Nacht
was für ein süßes Licht erwacht?
Als wie von Kinderlippen klingt’s,
von Ast zu Ast wie Flammen springt’s,
vom Himmel kommt’s wie Engelsang,
ein Flöten- und Schalmeienklang:
Weihnacht! Weihnacht!

Und siehe – welch ein Wundertraum:
Es wird lebendig Baum an Baum,
der Wald steht auf, der ganze Hain
zieht wandelnd in die Stadt hinein.
Mit grünen Zweigen pocht es an:
“Tut auf, die sel’ge Zeit begann,
Weihnacht! Weihnacht!”

Da gehen Tür und Tore auf,
da kommt der Kinder Jubelhauf,
aus Türen und aus Fenstern bricht
der Kerzen warmes Lebenslicht.
Bezwungen ist die tote Nacht,
zum Leben ist die Lieb’ erwacht,
der alte Gott blickt lächelnd drein,
des lasst uns froh und fröhlich sein!
Weihnacht! Weihnacht!
Verfasser: Ernst von Wildenbruch

Die heilige Nacht

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht! –

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: “Fürcht’ euch nicht!”

“Ich verkünd euch große Freud:
Der Heiland ist geboren heut.”

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

zu singen dem süßen Gast Willkomm,
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm. –

Bald kommen auch gezogen fern
die heilgen drei König’ mit ihrem Stern.

Sie knien vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket: “Gott in der Höh sei Ehr!”
Verfasser: Eduard Mörike

Altes Kaminstück

Draußen ziehen weiße Flocken
Durch die Nacht, der Sturm ist laut;
Hier im Stübchen ist es trocken,
Warm und einsam, still vertraut.

Sinnend sitz ich auf dem Sessel,
An dem knisternden Kamin,
Kochend summt der Wasserkessel
Längst verklungne Melodien.

Und ein Kätzchen sitzt daneben,
Wärmt die Pfötchen an der Glut;
Und die Flammen schweben, weben,
Wundersam wird mir zu Mut.

Dämmernd kommt heraufgestiegen
Manche längst vergessne Zeit,
Wie mit bunten Maskenzügen
Und verblichner Herrlichkeit.

Schöne Frauen, mit kluger Miene,
Winken süßgeheimnisvoll,
Und dazwischen Harlekine
Springen, lachen, lustigtoll.

Ferne grüßen Marmorgötter,
Traumhaft neben ihnen stehen
Märchenblumen, deren Blätter
In dem Mondenlichte wehen.

Wackelnd kommt herbei geschwommen
Manches alte Zauberschloss;
Hintendrein geritten kommen
Blanke Ritter, Knappentross.

Und das alles zieht vorüber,
Schattenhastig übereilt –
Ach! da kocht der Kessel über,
Und das nasse Kätzchen heult.
Verfasser: Heinrich Heine

Am Feste der heiligen drei Könige

Durch die Nacht drei Wandrer ziehn,
Um die Stirnen Purpurbinden,
Tiefgebräunt von heißen Winden
Und der langen Reise Mühn.
Durch der Palmen säuselnd Grün
Folgt der Diener Schar von weiten;
Von der Dromedare Seiten
Goldene Kleinode glühn,
Wie sie klirrend vorwärts schreiten,
Süße Wohlgerüche fliehn.

Finsternis hüllt schwarz und dicht
Was die Gegend mag enthalten;
Riesig drohen die Gestalten:
Wandrer, fürchtet ihr euch nicht?
Doch ob tausend Schleier flicht
Los’ und leicht die Wolkenaue:
Siegreich durch das zarte Graue
Sich ein funkelnd Sternlein bricht.
Langsam wallt es durch das Blaue,
Und der Zug folgt seinem Licht.

Horch, die Diener flüstern leis:
“Will noch nicht die Stadt erscheinen
Mit den Tempeln und den Hainen,
Sie, der schweren Mühe Preis?
Ob die Wüste brannte heiß,
Ob die Nattern uns umschlangen,
Uns die Tiger nachgegangen,
Ob der Glutwind dörrt’ den Schweiß:
Augen an den Gaben hangen
Für den König stark und weiß.”

Sonder Sorge, sonder Acht,
Wie drei stille Monde ziehen
Um des Sonnensternes Glühen,
Ziehn die Dreie durch die Nacht.
Wenn die Staublawine kracht,
Wenn mit grausig schönen Flecken
Sich der Wüste Blumen strecken,
Schaun sie still auf jene Macht,
Die sie sicher wird bedecken,
Die den Stern hat angefacht.

O ihr hohen heil’gen Drei!
In der Finsternis geboren
Hat euch kaum ein Strahl erkoren,
Und ihr folgt so fromm und treu!
Und du meine Seele, frei
Schwelgend in der Gnade Wogen,
Mit Gewalt ans Licht gezogen,
Suchst die Finsternis aufs Neu!
O wie hast du dich betrogen;
Tränen blieben dir und Reu!

Dennoch, Seele, fasse Mut!
Magst du nimmer gleich ergründen,
Wie du kannst Vergebung finden:
Gott ist über Alles gut!
Hast du in der Reue Flut
Dich gerettet aus der Menge,
Ob sie dir das Mark versenge
Siedend in geheimer Glut,
Lässt dich nimmer dem Gedränge,
Der dich warb mit seinem Blut.

Einen Strahl bin ich nicht wert,
Nicht den kleinsten Schein von oben.
Herr, ich will dich freudig loben,
Was dein Wille mir beschert!
Sei es Gram, der mich verzehrt,
Soll mein Liebstes ich verlieren,
Soll ich keine Tröstung spüren,
Sei mir kein Gebet erhört:
Kann es nur zu dir mich führen,
Dann willkommen Flamm’ und Schwert!
Verfasser: Annette von Droste-Hülshoff

Zimtduft in der Luft und Kerzenschein,
wir wollen alle friedlich sein,
zu seinem Wiegenfeste,
zeigen wir von uns das Beste.
Denn heute ward geboren Gottes Sohn,
in einer Krippe, ganz arm und ohne Thron.
Doch war er und ist noch heute,
einer der wichtigsten Leute.
Drum neigen wir an Heiligabend
das Haupt und sagen Amen.
Verfasser: Unbekannt
Prangst du, schöner Weihnachtsbaum,
Meiner Kindheit goldner Traum?
Strahlst du, süßes Himmelslicht,
Das die Heidenwelt durchbricht?
Bist du, Sehnsucht aller Frommen,
Heut zur Welt herabgekommen?

Ja, es kam ein Kindlein klein,
Dass wir sollten selig sein:
Denn aus diesem Kindlein klein
Glänzte heller Gottesschein,
Engel klangen Jubellieder
Auf die dunkle Erde nieder.

Herrlich ging der Morgenstern
Alles Lichtes auf vom Herrn.
Über alle Welten weit
Jauchzt und klingt und singt es heut
Hell aus Millionen Seelen,
Was die Engel sich erzählen.

Schau’ mein Herz, schau fromm und still
Was der Baum dir sagen will:
Dass der süsse Jesus Christ
Heut zu uns gekommen ist,
Dass, dem alle Engel dienen,
Als dein Bruder ist erschienen.

Bete, schaue fromm und still,
Was der Baum dir sagen will:
Hell wie dieses Tages Schein,
Hoch und hell und klar und rein
Soll der Christen fröhlich Leben
Von der Erd’ zum Himmel schweben.
Verfasser: Ernst Moritz Arndt

Frohe Weihnachten an alle
Seht das Christuskind im Stalle
sehet auch die Jungfrau daneben
und die Engel am Himmel schweben
die drei Könige und Hirten
alle sie das Kind bescherten
Lasst auch uns das Kind beschenken
in Gebeten an ihn denken.
Verfasser: Unbekannt
Über den Himmel zieht der Schlitten,
lasst uns für die Armen bitten.
Der Schnee bedeckt das Land,
bitte reiche mir Deine Hand.
Verfasser: Unbekannt
Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gasssen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins weite Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!
Verfasser: Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

Mein Herz ist in der Weihnachtszeit
zum Jubeln stets und gern bereit.
Es duftet herrlich hier im Haus,
die weiße Welt sieht traumhaft aus!
Die Kerzen brennen, still und warm…
Bewegt nehm’ ich Dich in den Arm,
sag’: „Dankeschön, dass ich Dich habe,
denn Du bist meine schönste Gabe!”
Verfasser: Unbekannt
Draußen ziehen weiße Flocken
Durch die Nacht, der Sturm ist laut;
Hier im Stübchen ist es trocken,
Warm und einsam, still vertraut.

Sinnend sitz ich auf dem Sessel,
An dem knisternden Kamin,
Kochend summt der Wasserkessel
Längst verklungne Melodien.

Und ein Kätzchen sitzt daneben,
Wärmt die Pfötchen an der Glut;
Und die Flammen schweben, weben,
Wundersam wird mir zu Mut.

Dämmernd kommt heraufgestiegen
Manche längst vergessne Zeit,
Wie mit bunten Maskenzügen
Und verblichner Herrlichkeit.

Schöne Frauen, mit kluger Miene,
Winken süßgeheimnisvoll,
Und dazwischen Harlekine
Springen, lachen, lustigtoll.

Ferne grüßen Marmorgötter,
Traumhaft neben ihnen stehen
Märchenblumen, deren Blätter
In dem Mondenlichte wehen.

Wackelnd kommt herbei geschwommen
Manches alte Zauberschloss;
Hintendrein geritten kommen
Blanke Ritter, Knappentross.

Und das alles zieht vorüber,
Schattenhastig übereilt –
Ach! da kocht der Kessel über,
Und das nasse Kätzchen heult.
Verfasser: Heinrich Heine

In dem stillen kleinen Haus
sieht der Baum verloren aus.
Einsamkeit macht sich nun breit,
es ist wieder Weihnachtszeit…
Viele sind da sehr allein’,
können gar nicht glücklich sein…
All die Lieben – schon gegangen,
was soll man allein anfangen?
Und die Nachbarn feiern heiter,
nur man selbst weiß nicht mehr weiter…
Tränen aus den Augen fließen,
man möcht’ sie für immer schließen…
Oh, Du schöne Weihnachtszeit,
bringst auch vielen Menschen Leid!
Verfasser: Unbekannt
Die Stimmen der Freunde ertönen von fern,
ich bin jetzt alleine, drum hör’ ich es gern…
Sie sind heut’ zusammen und stehen nun hier
und denken, dass ich da im Grabe sehr frier’…
Zu Weihnachten kommen sie immer hierher
und jeder verzagt und das Herz wird ihm schwer…
Verzweifelt nicht, Freunde! Ihr tut mir so gut!
Ich wünsch’ ‘Frohe Weihnacht’, viel Liebe und Mut!
Verfasser: Unbekannt
Du warst mir heilig immer
Seit früh´stem Kindheitstraum
Im goldnen Strahlenschimmer,
Du lichter Tannenbaum!

Wie ich in Nacht mich härmend,
Auch rang in tiefster Qual,
Du sandtest, still erwärmend,
In meine Brust den Strahl!

Doch heut zum schönsten Feste,
Heut strahle wie noch nie!
Streck´segnend deine Äste
Hinüber mich uns sie!

Flamm´auf im Glanz der Kerzen! –
Oh wie du schön erscheinst,
Nun du zwei junge Herzen
Zum ersten Mal vereinst!
Verfasser: Ernst Scherenberg

Weihnacht mahnt zur Nächstenliebe
doch im hektischen Getriebe
geht die Botschaft oft verloren
weil Geschenke auserkoren
dieses Fest nun zu begehen
ohne auf uns selbst zu sehen.
Still und schlicht, nicht laut und schön
sollt’ man Weihnachten begeh’n!
Verfasser: Unbekannt
Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Ganzen sich bewegend,
Alt- und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.
Verfasser: Johann Wolfgang von Goethe
Leise fallen weiße Flocken,
herrlich strahlt der Weihnachtsbaum.
Hell erklingen Kirchenglocken
und ich höre – ist’s ein Traum?
Eine wunderbare Weise,
nur ein Engel spielt so schön!
Du brachst auf – zur letzten Reise,
bald gibt es ein Wiederseh’n…
Verfasser: Unbekannt
Ich höre Schritte auf der Treppe,
steht schnell aus dem Bette –
bald kommt der Weihnachtsmann
vor der Haustür an.
Verfasser: Unbekannt
Heil’ge Nacht, mit tausend Kerzen
steigst du feierlich herauf,
o, so geh’ in unsern Herzen,
Stern des Lebens, geh’ uns auf!
Verfasser: Robert Eduard Prutz
Leise kommt die Weihnachtszeit,
mit Schnee und Eis im Geleit.
Heilig Abend entschärft die Hektik,
entspannt wird die Gestik.
Verfasser: Unbekannt
Heilige Zeit, oh, Christenzeit,
Heute am heiligen Abend ist es wieder so weit.
Wie versammeln uns im Kirchenhaus,
Schauen von dort gemeinsam raus.
Wir singen zusammen weihnachtliche Lieder,
Die Orgel begleitet uns immer wieder.
Jung und alt renkt sich auf alten Bänken die Glieder,
Aufstehen, setzen immer und immer wieder.
Der Pastor sagt die Rede an,
Die ist am Heiligabend nicht so lang.
Das Krippenspiel ist der Höhepunkt des Abends,
Viele Kinder staunen auf die Gaben.
Das Christkind bekam was geschenkt,
Sobald sind die Gedanken aufs eigene Geschenk gelenkt.
Die Kinder gehen in die Kirche gern,
In Städten, Dörfern und von nah und fern.
Heute ist der Tag, an dem wurde Jesus geboren,
Wir haben den Bezug zu Weihnachten nicht verloren.
Verfasser: Unbekannt
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus dem Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.
Verfasser: Wilhelm Busch
Ich möcht’ in den Himmel schauen,
eine kleine Wolke bauen,
auch im Chor der Engel singen
wo die schönsten Stimmen klingen.
Möcht’ die Welt von oben seh’n.
Lieber Gott, kannst Du’s versteh’n?
Grade jetzt zur Weihnachtszeit
wär’ ich gern dazu bereit!
Verfasser: Unbekannt
Schneebedeckt sind Wald und Flur,
leise schlägt die Kirchturmuhr,
der Duft von Braten in der Luft,
in der Stube Tannenduft.
Kerzen, die den Raum erhellen,
in der Ferne Hundebellen.
Menschen, die Dich glücklich machen,
der Raum erfüllt von Kinderlachen,
vergessen sind jetzt Schmerz und Leid,
genieße die traumhafte Weihnachtszeit.
Verfasser: Unbekannt
Das Christkind fühlt sich ungeliebt
seit es für Geschenke das Internet gibt.
Christkind? zum Schenken braucht man keins,
heut heißt es drei, zwei, eins und meins!
Und doch lieben wir das Christkind hier im Land –
es berechnet nichts für den Versand!
Verfasser: Unbekannt
Jedes Jahr, muss man gestehen,
uns die gleichen Fragen quälen
und wir suchen nach Ideen:
welche Geschenke soll’n wir wählen?
Was wollen wir zu Weihnachten
heuer unseren Lieben schenken?
Ein neues Jahr, in dem wir sie lieben und achten
und voll Rücksicht an sie denken!
Verfasser: Unbekannt
Noch einmal ein Weihnachtsfest,
Immer kleiner wird der Rest,
Aber nehm ich so die Summe,
Alles Grade, alles Krumme,
Alls Falsche, alles Rechte,
Alles Gute, alles Schlechte –
Rechnet sich aus all dem Braus
Doch einrichtig Leben heraus.
Und dies können ist das Beste
Wohl bei diesem Weihnachtsfeste.
Verfasser: Theodor Fontane
Du liegst schon eine Weile wach,
hörst lautes Schaben auf dem Dach.
Du bist ganz ruhig, fühlst keine Pein,
Du weißt, das muss das Christkind sein.
Du bleibst, wo Du bist, in Deinen Decken,
willst Deinen Gast ja nicht erschrecken.
Morgens, ausgeruht und frisch,
gehst Du dann schnell zum Gabentisch,
vergessen sind die Jahre und auch das graue Haar,
denn der Weihnachtsabend,
ist, wie er immer war.
Verfasser: Unbekannt
Vier Engel die aus Porzellan
sie seh’n vom Weihnachtstisch mich an.
Und wenn die Kerzen abends brennen
kann man sie fast “lebendig” nennen.
Ich hab’ mir darum oft gedacht,
dass jedes Mal zur heil’gen Nacht
sie aus der Starre sich erheben
und wie wir Menschen wirklich leben.
Drum hatt’ ich einen Plan ersonnen
und mit der Tat auch bald begonnen…
Das letzte Weihnachtsfest war nett
ich ging danach sehr früh zu Bett.
Die Lichter waren alle aus.
Die Stille war zu Gast im Haus.
Ganz leise aus dem Bett ich kroch
und lugte dann durchs Schlüsselloch.
Es wollt’ mir fast die Sinne rauben!
Ich konnt’ zunächst es gar nicht glauben.
Die Englein tanzten auf dem Tisch
so quicklebendig, munter, frisch.
Dann sangen sie so schön und leise
so manche weihnachtliche Weise.
Kein Mensch kann jemals schöner singen.
Es war mir als ob Glöcklein klingen.
Ganz leise zog ich mich zurück.
Was war das für ein Weihnachtsglück!
Mein schönster Traum wurd’ endlich wahr.
Dies’ Weihnachten war wunderbar…
Verfasser: Unbekannt
Wie oft ich schon dem Christkind schrieb!
Ich glaub’ es hat mich nicht so lieb.
Noch nie bekam ich von ihm Post.
Vielleicht liegt es am Winterfrost.
Die Päckchen kommen freilich schon
da ist es immer in Aktion.
Doch lieber hätt’ ich eine Karte
auf die ich schon so lange warte.
Vielleicht klappt es im nächsten Jahr.
Das wäre einfach wunderbar!
Verfasser: Unbekannt
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.
Verfasser: Wilhelm Busch
Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!
Verfasser: Matthias Claudius
Ich weiß noch wie in heil’ger Nacht
ich plötzlich einmal aufgewacht.
Da stand das Christkind vor dem Bett
und lächelte gar lieb und nett.
Danach hieß es mich aufzusteh’n
und nach den Weihnachtspäckchen seh’n.
Die funkelten wie Edelstein.
Ach könnt’ doch immer Weihnacht sein…
Da gab es eine Eisenbahn
und noch ein Pferd aus Marzipan.
Ein Märchenbuch lag auch dabei.
Da sprach das Christkind:” Eins, zwei drei!”
und gab mir einen sanften Kuss.
Der Traum fand einen jähen Schluss.
Ich wachte auf und wusste bald:
“Jetzt bin ich wirklich wach”, doch halt!
Da lagen, es war wunderbar,
die schönen Päckchen wirklich da.
Das Pferdchen lächelte mich an
und auch die schöne Eisenbahn.
Im Märchenbuch auf Seite sieben
da stand für mich allein geschrieben:
“Auch Träume werden manchmal wahr”.
Das Christkind war wohl wirklich da…
Verfasser: Unbekannt
Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.
Aber, Fürst, wenn dir’s begegnet
Und ein Abend so dich segnet,
Dass als Lichter, dass als Flammen
Vor dir glänzten allzusammen
Alles, was du ausgerichtet,
Alle, die sich dir verpflichtet:
Mit erhöhten Geistesblicken
Fühltest herrliches Entzücken.
Verfasser: Johann Wolfgang von Goethe
Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil’ge Kind erschien,
fing’s an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
“Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!”

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet’s Äpfel ringsumher;
Christkindlein’s Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm’s,
und so zu den Menschen kam’s.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!
Verfasser: Ernst von Wildenbruch

Das Christkind hat es gut gemeint
und uns zum Feiern hier vereint.
So viele Jahre nicht geseh’n,
noch heute kann ich’s nicht versteh’n…
Das Weihnachtsfest, so ganz allein –
wie konnt’ ich ohne Dich nur sein?
Lass wieder “Freunde” uns jetzt nennen,
die “Fremden” woll’n wir nicht mehr kennen…
Verfasser: Unbekannt
O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und die Reichen,
die Großen und die Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasset uns freu’n und dankbar sein!
Es denkt auch unser, mein und dein.
Verfasser: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Die Weihnachtszeit bricht wieder an,
Besinnlichkeit und Marzipan…
Dies hab’ ich beides gar zu gerne
am Himmelszelt da funkeln Sterne
so wie dereinst in Bethlehem,
das hätt’ ich wirklich gern geseh’n…
Die warme stille Seligkeit
fühl’ ich nur in der Weihnachtszeit.
Mein frohes Herz das ich jetzt habe,
das ist der Weihnacht schönste Gabe!
Verfasser: Unbekannt
Weihnachten ist das große Wunder
der vergebenden Gnade Gottes;
den verlorenen Leuten bietet ER ewiges Leben.

Das ist das Wunder der Heiligen Weihnacht,
dass ein hilfloses Kind unser aller Helfer wird.

Das ist das Wunder der Heiligen Nacht,
dass in die Dunkelheit der Erde die helle Sonne scheint,

Das ist das Wunder der Heiligen Nacht,
dass traurige Leute ganz fröhlich werden können.

Das ist das Wunder der Heiligen Nacht:
Das Kind nimmt unser Leben in seine Hände,
um es niemals wieder loszulassen.
Verfasser: Friedrich von Bodelschwingh

Die Welt liegt begraben im Schnee.
Es tut ihr gar nicht weh.
Alle Menschen sind voller Freuden,
Lichter brennen in allen Gebäuden.
Verfasser: Unbekannt
Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fern her Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muß ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.
Verfasser: Theodor Storm

Ich möcht’ Weihnacht endlich spüren,
doch Konsum will mich verführen!
Er belästigt mich doch sehr,
sagt, ich bräuchte noch viel mehr
von den schönen teu’ren Dingen,
davon könnt’ ein Lied ich singen!
Ich versuch’ ihn auszutreiben,
will im Kaufhaus nicht lang bleiben,
aber seine Macht ist groß,
legt die Habgier in mir bloß.
Und ich gaffe und ich laufe!
Und ich raffe und ich kaufe!
Ohne den Konsum gäb’s Frust,
ich vergeh’ vor Kaufeslust!
Verfasser: Unbekannt
Die heiligen drei Könige stehn vorm Haus,
Maria guckt zum Fenster heraus.

“Ihr heiligen drei Könige, kommt nur herein,
es wird schon für euch noch ein Plätzel sein.”

Sie gingen gebückt in den kleinen Stall
und fielen auf ihre Knie all.

“Wir sind drei Könige, kommen weit her,
du aber, o Christkind, bist viel mehr.

Hast gar keine Krone, hast gar keine Zier,
hast aber ein königlich Herz in dir.

Das wirft den allerhellsten Schein
und wird die Krone der Menschheit sein.”

Die Könige gingen. Maria sann
und sah aus Tränen ihr Kindel an.
Verfasser: Otto Julius Bierbaum

Und hast du Weihnachten nicht mehr,
nimm einen Zweig vom Tannengrün
und lass ein Lichtlein darauf glüh´n
und such nicht lange hin und her.
Von Gottes großer, heiliger Ruh`
gebraucht der Mensch sein heimlich´ Stück,
taucht in All-Ewigkeit zurück-
und dieses Stücklein brauchst auch du.
Horch, Kinderstimmen klingen fern!
Das Lichtlein zuckt im leisen Wind.
Du fühlst dich selber wieder Kind
und wie auf einem seligen Stern …
Verfasser: Hermann Claudius
Bald ist Weihnacht, wie freu’ ich mich drauf,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf;
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern’,
wie hab’n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.
Verfasser: Volksgut
Zimtduft in der Luft und Kerzenschein,
wir wollen alle friedlich sein,
zu seinem Wiegenfeste,
zeigen wir von uns das Beste.
Denn heute ward geboren Gottes Sohn,
in einer Krippe, ganz arm und ohne Thron.
Doch war er und ist noch heute,
einer der wichtigsten Leute.
Drum neigen wir an Heiligabend
das Haupt und sagen Amen.
Verfasser: Unbekannt
Lieber guter Weihnachtsmann,
bitte strenge Dich dies Jahr an.
Ich war und werde immer bescheiden sein,
schenkst Du mir das Auto fein.
Verfasser: Unbekannt
Welch Geheimnis ist ein Kind!
Gott ist auch ein Kind gewesen.
Weil wir Kinder Gottes sind,
kam ein Kind, uns zu erlösen.
Welch Geheimnis ist ein Kind!
Wer dies einmal je empfunden,
ist den Kindern überall
durch das Jesuskind verbunden.
Verfasser: Clemens von Brentano
Wehmut kommt auf leisen Sohlen…
Ach, Du schöne Weihnachtszeit!
Ja, ich sag Dir’s unverhohlen,
mit Dir kommt auch Traurigkeit!
Du versprichst und allen Frieden,
überall hier auf der Welt.
Doch nicht jedem ist’s beschieden,
weil nicht nur die Liebe zählt…
Verfasser: Unbekannt
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnee’es Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.
Verfasser: Theodor Fontane

Es geht uns gut in uns’rem Land
wo Armut beinah’ unbekannt,
wo Toleranz stets langsam steigt
und jedes Weihnachtsfest uns zeigt
wie voll doch die Geschäfte sind.
Da freut sich Mutter, Vater, Kind!
Das Kaufen macht doch wirklich Sinn,
man wirft dem Bettler auch was hin…
Denn schließlich soll man Gutes tun,
dann kann man Nachts auch besser ruh’n…
Verfasser: Unbekannt
Es bringt euch alle Seligkeit
die Gott der Vater hat bereit’
daß ihr mit uns im Himmelreich
sollt leben nun und ewiglich.

So merket nun das Zeichen recht:
die Krippen, Windelein so schlecht.
Da findet ihr das Kind gelegt,
das alle Welt erhält und trägt.

Des laßt uns alle fröhlich sein
und mit den Hirten gehn hinein,
zu sehen, was Gott uns hat beschert,
mit seinem lieben Sohn verehrt.
Verfasser: Martin Luther

Kam einst ein Knabe auf die Welt,
es war nicht gut um ihn bestellt…
Im Stall war’s kalt, der Tag noch fern
doch über ihm glänzte ein Stern.
Und als er groß geworden war
machte er manches Wunder wahr…
Er schied in Liebe aus der Welt
und schaut auf uns vom Himmelszelt…
Drum denkt zur Weihnacht auch an ihn
denn er gibt uns’rem Leben Sinn!
Verfasser: Unbekannt
Weihnachtszeit ist nun in den Straßen,
Weihnachtszeit ist in jedem Herzen,
auf dass wir sie weit offen lassen
und sie brennen wie tausend Kerzen.
Verfasser: Unbekannt
Fröhliche Weihnachts ruft’s aus der Ferne,
Fröhliche Weihnacht einem jeden Kind,
Fröhliche Weihnacht ruft’s aus der Ferne
und draußen, da weht weißer Weihnachtswind.
Verfasser: Unbekannt
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.
Verfasser: Wilhelm Busch
Es gibt eine Zeit, da wird nicht gestritten,
es gibt eine Zeit, da wird leise gesungen,
es gibt eine Zeit voller Glocken und Schlitten,
denn das Christkind ist uns ins Herz eingedrungen.
Verfasser: Unbekannt
Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.
Verfasser: Theodor Storm
Ob’s draußen stürmt,
ob’s draußen schneit,
das soll Dich nicht betrüben:
Ist’s doch die schöne Weihnachtszeit,
die wir alle lieben.
Verfasser: Unbekannt
Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?
Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.
Verfasser: Gustav Falke
Was Weihnachten ist, haben wir fast vergessen
Weihnachten ist mehr als ein festliches Essen.
Weihnachten ist mehr als Lärmen und Kaufen,
durch neonbeleuchtete Straßen laufen.
Weihnachten ist: Zeit für die Kinder haben,
und auch für Fremde mal kleine Gaben.
Weihnachten ist mehr als Geschenke schenken.
Weihnachten ist: Mit dem Herzen denken.
Und alte Lieder beim Kerzenschein –
so soll Weihnachten sein!
Verfasser: Unbekannt
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.
Verfasser: Rainer Maria Rilke
Die Weihnachtsgans Tiefgefroren in der Truhe liegt die Gans aus Dänemark. Vorläufig lässt man in Ruhe sie in ihrem weißen Sarg. Ohne Kopf, Hals und Gekröse liegt sie neben dem Spinat. Ob sie wohl ein wenig böse ist, dass man sie schlachten tat? Oder ist es nur zu kalt ihr, man siehts an der Gänsehaut. Na, sie wird bestimmt nicht alt hier, morgen wird sie aufgetaut. Hm, welch Duft zieht aus dem Herde, durch die ganze Wohnung dann. Mach, dass gut der Braten werde – morgen kommt der Weihnachtsmann.
Verfasser: Heinz Erhardt
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und
polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack-
denkt ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden, bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!
Verfasser: Anne Ritter
Der Weihnachtsbaum Strahlend, wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf der zarten Kugeln bricht.
“Frohe Weihnacht” klingt es leise
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt –
hinunter auf die ganze Welt.
Verfasser: Unbekannt
Strahlend wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf den zarten Kugeln bricht.
“Frohe Weihnacht” klingt es leise
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt
hinunter auf die ganze Welt.
Verfasser: Unbekannt
Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsherum;
die Zweige waren allzumal
von gold’nen Äpfel schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab’s , was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht’ ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war’s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
Du darfst nur artig sein;
dann steh’ ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt der Traum,
dann bringet dir der Heil’ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.
Verfasser: Hoffmann von Fallersleben

Verschenken Sie auch besinnliche Wünsche zu Weihnachten an die Familie

Weihnachtsgrüße und kurze Sprüche für die Weihnachtskarte als Weihnachtsvers